Kleine Teekunde - "TeaMoments"

12.03.2010 | Geislingen/Steige
Kaum ein Getränk ist so vielfältig wie Tee. Verschiedene Sorten, das Anbaugebiet, Höhenlage, Klima, Boden und Bearbeitung, das alles ist für das jeweilige Aroma ausschlaggebend. Aber immer bedeutet Tee eine kleine Auszeit vom Alltag. "Man trinkt Tee um den Lärm der Welt zu vergessen", bringt es ein chinesisches Sprichwort auf den Punkt.

Die Wiege des Tees liegt in China. Dort wurde er bereits vor mehr als 5000 Jahren kultiviert und als grüner Tee getrunken. Am Anfang steht eine Legende. Als der chinesische Kaiser Shen Nung bei einem Jagdausflug Rast machte, sollen Blätter von einem Baum in einen Kessel mit kochendem Wasser gefallen sein. Es färbte sich golden und verströmte so einen aromatischen Duft, dass Shen Nung die Mixtur probierte. Der müde und erschöpfte Kaiser fühlte sich sogleich seltsam erfrischt und angeregt. Der Tee war "erfunden".

Nach Europa kam der Tee erst im 17. Jahrhundert durch die holländische Ostasien-Companie, das erste Teehaus in London eröffnete 1657. Als Heilmittel wurde dem Tee pauschal die Stärkung der Lebenskraft, des Gedächtnisses und der Seele zugesprochen. Heute weiß man um die anregende Wirkung des Koffeins, früher aus Teein genannt, und die positive Wirkung der Polyphenole, die im Tee enthalten sind. Sie gehören zu den hochwirksamen Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen.

Schwarzer Tee - Teetasse "Tea Moments"

Bei den Teepflanzen unterscheidet man zwei Ur-Typen: Camellia sinensis (Chinapflanze) und Camellia assamica (Assampflanze). Nach der Ernte der immergrünen, jungen Triebe gibt es fünf wichtige Produktionsschritte. Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen, Sortieren bzw. Sieben. Beim Rollen brechen die Zellwände unter leichtem Druck auf, wodurch die Fermentation als auch die Entwicklung der ätherischen Öle einsetzt. Durch das Oxidieren verändert sich nach und nach die grüne Farbe in ein bräunliches Kupferrot. Beim anschließenden Trocknen färben sich die Teeblätter dunkelbraun bis schwarz. Der an den Blättern angetrocknet Zellsaft löst sich später beim Aufguss wieder und färbt das Wasser in der typischen Teefarbe. Die Bezeichnungen Orange, Pekoe, Broken Fannings oder Dust beziehen sich auf die Größe des gebrochenen Blattes, die aber nichts über die Qualität des Tees aussagt. Für Teebeutel werden meist Fannings verwendet.

Teesorten: Bekannte und beliebte Schwarzteesorten kommen aus "Assam" in Nordost-Indien, dem größten zusammenhängenden Teeanbaugebiet der Welt. Aus Sri Lanka stammt der "Ceylon"-Tee, und "Darjeeling" von den Südhängen des Himalaya ist nach einem kleinen Städtchen in Nordindien benannt.

Zubereiten: Auf ein Liter Wasser rechnet man 10 bis 15 Gramm schwarzen Tee. Er sollte mit sprudelnd kochendem Wasser (zirka 95 Grad) übergossen werden. Das Koffein löst sich in den ersten zwei bis drei Minuten und sorgt für eine anregende Wirkung. Bei längerer Ziehzeit lösen sich immer mehr Gerbstoffe, die den Tee bitter werden lassen.

Genießen: Schwarztees werden je nach individuellem Geschmack mit Zucker, Kandis oder Honig gesüßt und mit Milch, Sahne, Zitrone oder auch Rum verfeinert.

Für den perfekten Genuss steht die "Tea Moments"-Teetasse mit Henkel bereit: Inhalt 0,2 Liter, ø oben 101 mm, Höhe 65 mm.

Grüner Tee und weißer Tee - Teeschale "Tea Moments"

Grüner Tee stammt aus den gleichen Pflanzen wie schwarzer Tee und unterscheidet sich von diesem nur dadurch, dass er nicht fermentiert wird. Grüner Tee hat deshalb auch weniger Koffein als schwarzer Tee. Als halbfermentierter Tee liegt die traditionelle chinesische Teesorte Oolong bezüglich der Oxidationszeit und damit beim Koffeingehalt zwischen schwarzem und grünem Tee.

Als edelste Teesorte der Welt gilt weißer Tee. Das Besondere ist der hohe Gehalt an Polyphenolen. Per Hand werden nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs gepflückt. Diesen - genauer gesagt dem silbrigen Flaum, der sie umgibt - verdankt weißer Tee auch seinem Namen. Für ein Kilo fertigen Tees sind rund 30.000 Knospen notwendig. Durch die besonders schonende Verarbeitung erhält der weiße Tee sein süßliches Aroma und seine exklusive Note.

Teesorten: "Sencha" ist der am häufigsten getrunkene Grüntee Japans. "Gyokuro" zeichnet sich durch hohen Koffeingehalt aus und "Gunpowder" nennt man den zu Kugeln gerollten chinesischen Tee. Weiße Tees mit so wohlklingenden Namen wie "Weiße Pfingstrose" oder "Silbernadel" kommen aus den hohen Bergregionen der chinesischen Provinz Fujian.

Zubereiten: Man nehme 8 bis 12 Gramm für einen Liter Wasser. "Sencha" sollte bei 65 bis 70 Grad, andere grüne und weiße Tees bei zirka 70 bis 80 Grad aufgebrüht werden. Sie lässt man zwei bis fünf Minuten ziehen, bei "Sencha" und herben Grüntees reichen ein bis zwei Minuten.

Genießen: Grüne und weiße Tees werden gewöhnlich nur leicht oder ungesüßt getrunken. Sie können mehrmals aufgebrüht werden, wobei sich mit jedem Mal der Koffeingehalt verringert.

Dazu passt die "Tea Moments"-Tee-Schale (Inhalt 0,125 Liter, ø oben 101 mm, Höhe 50 mm) die man in beide Hände nimmt und die feinen Aromen in kleinen Schlucken genießt.

Kräuter- und Früchtetees - Teebecher "Tea Moments"

Der Begriff Kräuter- oder Früchtetee ist eigentlich irreführend. Denn beide enthalten keine Teepflanzen. Vielmehr handelt es sich hierbei um Aufgussgetränke aus Fruchtbestandteilen wie Hagebutten, Hibiskus, Holunder, Malve oder Mate, und um Aufgüsse von Pflanzen und Kräutern wie Pfefferminze, Kamille, Lindenblüte oder Fenchel. Vielfältige Mischungen sorgen für Abwechslung und manche davon sind altbewährte Hausmittel gegen Beschwerden aller Art.

Rotbusch bzw. Rooibostee: Auch dieses beliebte Getränk ist im botanischen Sinn kein Tee. Der Strauch ist auf den Zedernbergen Südafrikas beheimatet. Nach der Ernte werden die Zweige zerkleinert und gequetscht. Durch die natürliche Fermentation entstehen die rot-braune Farbe und das fruchtige Aroma.

Zubereitung: Als Richtlinie für ein Liter Wasser gelten 6 bis 10 Gramm Rotbusch, brühen bei 90 bis 95 Grad, Ziehdauer 3 bis 5 Minuten; 10 Gramm Mate bei zirka 80 Grad aufgießen, Ziehdauer 5 bis 10 Minuten; 15 bis 20 Gramm Früchtetee, aufbrühen bei 95 Grad, Ziehdauer 3 bis 10 Minuten. Zum Süßen verwendet man nach Geschmack Zucker oder Honig.

Genießen: Früchte- und Kräutertees sind ein wohlschmeckende Alternative zu Wasser und können, da sie koffeinfrei sind, zu jeder Tageszeit in größeren Mengen getrunken werden.

Der "Tea Moments"-Teebecher mit 0,4 Liter Inhalt ist dafür genau richtig (ø oben 101 mm, Höhe 95 mm).

Quelle: Pressemeldung WMF AG

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