Eine Pressemitteilung des Landratsamts Donau-Ries weist auf vermehrte Sichtungen des Goldafters im Frühjahr hin. Die Raupen dieses nachtaktiven Falters spinnen dichte, weiße Netze an Weißdorn, Schlehe, Obstgehölzen und Eichen. In ihrer Haut sitzen feinste Brennhaare mit potentiell irritierendem Nesselgift, das bei Berührung Juckreiz, Hautrötungen und Atembeschwerden auslösen kann. Bei starkem Befall kahlfressen sie Wirtsgehölze. Die Härchen lösen sich leicht, verwehen und bleiben langfristig aktiv und gelten als potentiell unterschätzte Gesundheitsgefahr.
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Goldafterraupen verursachen deutlichen Blattverlust und schwächen Wirtsgehölze sichtbar langfristig
Goldafter-Raupen entwickeln sich bevorzugt an Pflanzen wie Weißdorn, Schlehe, Obstgehölzen und Eichen in warmen, trockenen Gebieten. Sie leben gesellig in breiten, weißen Gespinsten, die sie auf Zweigen spinnen. Besonders im Frühjahr und Frühsommer steigen ihre Bestände stark an, sodass ganze Kronen innerhalb kurzer Zeit entblättert werden können. Die reduzierte Belaubung mindert die Photosyntheseleistung und schwächt die Gehölze erheblich, wodurch sie langfristig wesentlich anfälliger für Krankheiten, Schädlinge und weitere Umweltbelastungen werden.
Goldafterraupen leben gesellig, verteilen ihre Brennhaare und nutzen Nesselgift
Raupen des Goldafters streuen bei Bedrohung feinste Brennhaare ab, die ein hochpotentes Nesselgift tragen. Bereits leichtes Berühren kann ohne Vorwarnung starke Juckreizanfälle, punktuelle Rötungen und häufig schmerzhafte Hautquaddeln hervorrufen. Allergische Reaktionen reichen von Hautödemen bis zu akuter Atemnot, häufig Husten und brennenden Augen; dies betrifft vor allem Kinder und Atemwegspatienten. Da sich die Härchen in der Umwelt verteilen und Jahre aktiv bleiben, kann selbst indirekter Kontakt noch zu Beschwerden führen.
Geschwächte Pflanzen durch Kahlfraß sind besonders anfälliger für Schädlinge
Ein massenweiser Raupenbefall führt häufig dazu, dass Lücken in der Blattdecke von Weißdorn, Schlehe, Obstbäumen und Eichen entstehen. Die Larven fressen Blätter restlos ab und verursachen dadurch Kahlfraßflächen. Ohne ausreichendes Laubwerk sinkt die Energieproduktion der Pflanzen, was ihre Gestalt und Wuchskraft mindert. Betroffene Gehölze regenerieren langsamer und werden deutlich anfälliger für Schaderreger. Darüber hinaus erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Borkenkäferbefall ebenso wie für Pilzinfektionen erheblich. Dies beeinträchtigt langfristig das Wachstum.
Gefährliche Brennhaare können häufig schwere Hautreizungen und Atemprobleme auslösen
Naturfreunde sollten im Frühjahr und Frühsommer abgefallene, befallene Zweige, Sträucher und Bäume meiden, um unangenehme Hautreizungen und Atemprobleme durch Nesselhaare zu vermeiden. Direkter Kontakt mit Raupen oder engen Gespinsten ist tabu, insbesondere für Kinder und Haustiere. Wenn Arbeiten im Garten unerlässlich sind, ist das Tragen von körperbedeckender Schutzkleidung mit langen Ärmeln, schnelltrocknenden Stoffen, robusten Handschuhen und einer zertifizierten Atemschutzmaske unumgänglich, um Risiken frühzeitig wirksam und dauerhaft zu reduzieren.
Professionelle Raupenbekämpfer setzen geeignete Schutzkleidung und sichere Verfahren ein
Die Entfernung von Raupennestern darf nur durch sachkundige Fachleute erfolgen, da unsachgemäßes Handeln zu einer Freisetzung brennender Härchen führen kann. Ohne geeignete Schutzanzüge und Atemfilter geraten diese feinen Partikel in Umlauf und können Haut- und Atemwegsreizungen sowie Umweltbelastungen verursachen. Fachbetriebe arbeiten daher mit geschlossenen Schutzanzügen, speziellen Saug- und Filtrationssystemen und handelsüblichen Insektiziden. Dadurch wird sichergestellt, dass Menschen, Haustiere und Pflanzen optimal geschützt werden.
Landratsamt Donau-Ries informiert unter 09061 74255 und per E-Mail
Für Fragen zu auftretendem Befall an Gehölzen und zum weiteren Vorgehen bietet die Kreisfachberatung des Landratsamtes Donau-Ries professionelle Unterstützung. Kontaktieren Sie das Team telefonisch unter 09061 74255 oder per E-Mail an gartenbau@lra-donau-ries.de. Dort erfahren Sie, wie Sie Befälle korrekt melden, welche Dokumentationsmethoden empfohlen werden und welche Bekämpfungsschritte sinnvoll sind. Darüber hinaus erhalten Sie Hinweise zu vorbeugender Pflege und zum Schutz wertvoller Baumarten in Ihrer Umgebung. Dieser Service unterstützt die Biodiversität.
Die Beachtung der Hinweise sowie Schutzvorkehrungen des Landratsamtes Donau-Ries stellt sicher, dass Naturfreunde nicht durch die nesselgiftigen Brennhaare der Goldafterraupen belastet werden. Verwendung von Schutzkleidung, die Meidung befallener Zweige und fachgerechte Entfernung von Raupenansammlungen durch qualifiziertes Personal verhindern physische Beschwerden. Diese Maßnahmen fördern den Erhalt von Weißdorn, Obstgehölzen und Eichen und sichern eine blühende Pflanzenwelt. Der ungestörte Kontakt zur regionalen Flora und Fauna bleibt so gewährleistet. Die Fachberatung hilft kostenfrei.

